Alice-Salomon-Schule gestaltet in der Einführungswoche einen Wohlfühlort mit Mehrwert

Gemeinsam etwas anpacken und von der Idee bis zum Ergebnis entwickeln: Das war das Motto des Projektes, das die Jahrgangsstufe 2 der Alice-Salomon-Schule im Rahmen der Einführungswoche durchführte. Entstanden ist dabei eine Art „Stufenwohnzimmer“, zu dessen Nutzung in Pausen und Hohlstunden natürlich auch Schüler anderer Schularten eingeladen sind.

Der Kreisbrandmeister hat leider die Schule auf dadurch verletzte Brandschutzbestimmungen hinweisen müssen. Das Sofa wurde entfernt.

Zunächst wurden die Paletten abgeschliffen und verschraubt.

Inspiriert wurde das Kreativprojekt durch einen Besuch in der Tübinger Kunsthalle, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler mit der derzeitigen Hyperrealismusausstellung „almost alive“ auseinandersetzten. Verbunden mit der Idee, eine der vielen noch unbelebten Winkel des Schulgebäudes attraktiv zu gestalten.

Herausgekommen ist dabei ein Palettensofa mit integriertem Bücherregal. Die Sitzfläche schmückt eine Patchworkdecke, zu der die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten in mühevoller Kleinarbeit ausgediente Kleidungsstücke verarbeitet haben. „In der Decke steckt ein Stück von jedem von uns“, meinte eine Schülerin augenzwinkernd.

Konzentration war beim Nähen der Patchworkdecke gefordert.

Schulleiter Karl-Heinz Rauch freute sich nicht nur über die Verschönerung des Schulhauses. Beeindruckt habe ihn vor allem, wie selbstverständlich viele Gymnasiastinnen sich mit Feuereifer spontan an eine Nähmaschine setzten und diese sachkundig zu bedienen wussten. „Es ist ein Gewinn für unsere Schüler und unsere Schulgemeinschaft, wenn besonders bei Projekten auch Fähigkeiten und Begabungen gefördert würden, die im Unterrichtsalltag oft keinen Platz finden“, so Rauch.

Jeder angehende Abiturient gestaltete seinen persönlichen Stein.

Auf der Wand hinter dem Sofa hat jede Schülerin und jeder Schüler einen Stein individuell gestaltet. In der Mitte dieser halbkreisförmigen angeordneten Steine findet sich ein Portrait von Alice Salomon, der Namensgeberin und Identifikationsfigur der Schule. „Es war uns wichtig, sie in dieses Bild mit einzubeziehen, da wir viele ihrer Ideen in unserer Schule täglich leben“, betonte eine Schülerin.

An der Wand hinter dem Sofa ist die Mehrzahl der Steine noch frei. Über die Offenheit, die die Schülerinnen und Schüler bewusst in der Konzeption ihrer neuen Pausenecke angelegt haben, würde sich auch Alice Salomon gewiss freuen: „Wir wünschen uns, dass Jahrgänge, die nach uns kommen, diese Steine gestalten und das Bild Jahr für Jahr wächst und ganz viele Menschen verbindet.“

Text und Fotos: Christoph Müller
Zum Seitenanfang